Wirft Licht auf Töne

Das tut mir jetzt irgendwie leid.

Aber zum Project kann ich wenig Gutes sagen. Insgesamt bleibt der Eindruck, dass dieser Plattenspieler billig ist und auch so klingt.

Odeon, Reed, NEM

Wie ich gehofft hatte, ist diese Vorführung einer der Lichtblicke. Herr Staltmanis spielt Einstürzende Neubauten. Man mag gar nicht mehr gehen…

Norddeutsche Hifitage 2017

Hamburger Schietwetter. Nun, hören wir erstmal Musik, draußen verpassen wir nichts.

Unerwartet: Toabnehmer aus der Tube

Waa nicht alles passiert, wenn man am Sonntagabene beim großen Online-Auktionator nach „Tube“ + „Phono“ sucht. Sowas hab och wirklich noch nie gesehen http://www.ebay.de/itm/322402125248

(Very) personal Loudspeaker und andere Spezialitäten

Es ist wieder soweit. Am ersten Wochenende im Februar lädt das HifiStudio Bramfeld ins Hamburger Holiday Inn zum „Hörtest 2017“ ein. Das Event hat Tradition, ist aufgrund seiner Größe durchaus repräsentativ für den Markt und aufgrund seiner Lage auch noch relevant: Es gibt im Norden Deutschlands nichts Vergleichbares. Dazu ist auch noch der Eintritt kostenlos. Aber das bringt Probleme mit sich: Wieder sind es mehr Marken und Aussteller geworden, wieder droht es gnadenlos voll zu werden.

Ich möchte in diesem Artikl mal versuchen – aufbauend aus den Erfahrungen der letzten 11 Jahre – ein paar Empfehlungen auszusprechen. Was droht interessant zu werden?

  1. Titelgebend für den Artikel ist ein seehr spezielles Produkt: Michael Sombetzkis ESL HOME, ein extremes Nahfeld-Konzept. Ein Paar Elektrostaten, Hörabstand zwischen 60 und 80 Zentimeter, 7500€. Ich weiß nicht, ob er diesen installierbaren Kopfhörer, diesen Ein-Mann-Lautspecher, auf eine Messe mitnehmen würde. Die Vorführung erreicht schließlich immer nur einen Hörer. Aber spannend wäre es. Und mit Nachfragen muss er aufgrund der Besprechung in der aktuellen LP eigentlich rechnen.
  2. Christian Isenberg kommt aus seinem Hinterhof und wird wie in jedem Jahr was Feines auf die Beine stellen. Es gab noch kein Jahr, in dem die Vorführkette nicht irgendwas Besonderes zu bieten hatte, was angesichts des überschaubaren Markenportfolios von echter Leidenschaft zeugt. Auch gab es noch kein Jahr, in dem es bei ihm schlecht geklungen hätte, und das hat wohl mit richtig viel Kompetenz zu tun. Sollte man erlebt haben.
  3. Jean Marie Reynaud macht sympathische Lautsprecher. Irgendwie anders, sehr unaufgeregt, fair bepreist, ohne Angeberpotential und ohne Effekthascherei. Der deutsche Vertrieb (H.E.A.R.) führt in der Regel an den vorzüglichen Verstärkern von Audiomat vor – bleibt zu hoffen, dass HEAR auch JMR eingepackt hat. Im letzten Jahr versuchte man mit Wandlern von deVore zu punkten. Aus meiner Sicht kein gute Idee.
  4. Die Neuauflage der deutschen Vinylkultur (ich meine die Ära vor den Chrom-Bohrinseln und Acryl-Altären) stand letztes Jahr vor der Tür. Nicht nur sprichwörtlich. Die sehr ansehnliches Neuentwicklungen von Perpetuum Ebner standen auf dem Flur und gaben keinen Mucks von sich. Schön wär’s, wenn sich das in diesem Jahr mal änderte. Sonst kommt man noch auf die Idee, das wäre alles nur ein Marketing-Gag, oder?
  5. Zum Schluss brauchts der Vollständigkeit halber noch Hörner. Da Basil Martion in diesem Jahr nicht da sein wird um die Hamburger Fischköppe mit dem Einhorn durchzulüften, mache ich mal einen Vorschlag: Odeon mit Verstärkern von NEM (hier ein anschaulicher Bericht bei 6moons) und Plattenspieler von Reed. Viel viel Eisen, Holz und die coolsten Tonarme der Welt. Alles von großartigen Handwerkern. Das sollte die ärgsten Entziehungserscheinungen lindern.

Ich freue mich aufs nächste Wochenende!

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Wie kaufe ich eine Stereoanlage für 3000€ – Teil 3

Empfehlungen zur Stereoanlage, Teil 3: empfohlene Geräte

Hier liste ich einfach mal auf, was ich für besonders sinnvoll und anhörenswert halte. Die Reihenfolge enthält meine persönliche Wertung. Ich hatte schon mal geschrieben, dass ich von den Megasellern Yamaha, Denon, Marantz, Canton etc. nichts halte. Daher gibt es dazu auch keine Empfehlungen. Wobei, die aktuelle Miniaturkette von Marantz mit dem schönen Namen „MusikLink HD“ sollte man sich schon mal anschauen…

1. Lautsprecher (nur Standlautsprecher, bei Kompakten fehlt mir immer die unterste Oktave)

  • Dali Opticon 5 (1400€)
  • Bowers & Wilkins 683 S2 (1500€)
  • Teufel Definion 3 (1650€, Direktvertrieb)
  • Triangle Elara LN07 (1500€)
  • Dali Zensor 5 AX (1000€, Aktivlautsprecher, Preisknaller!)
  • Nubert NuPro A500 (1790€, Aktivlautsprecher, nur Direktvertrieb)
  • Klipsch RP 280F (1500€)

2. Verstärker

(Im Sinne besserer Zukunftssicherheit sollten Verstärker einen asynchonen USB-Port und Digital-Eingänge haben, aber das liegt dann oft über der in diesem Guide angepeilten Preislage. Bei Aktiv-Lautsprechern fällt der Verstärker weg.

  • NAD C356 BEE (600€)
  • Cambridge CXA60 (800€, Digital- und Analog-Eingänge, leider kein USB)
  • AMC 3100 MK2 (750€, Digitaloption um Nachrüsten)
  • Exposure 1010A (560€)

3. CD-Player (habe selbst keinen, Aussagen sind etwas schwierig)

  • NAD C546 BEE (550€)
  • Cambridge CXC (529€, reines CD-Laufwerk, braucht einen Digital-Analog-Wandler z.B. den CXA60, zusammen auch optisch ne feine Sache)
  • Rega Apollo R (800€, richtig toll!)

4. Kabel

Ab jetzt wird’s schwierig. Bei den Aktivlautsprechern brauchen Sie andere Kabel als bei den passiven. Auch macht es einen Unterschied, ob Sie die Daten zwischen den Geräten bzw. auch zum Lautsprecher digital oder analog übertragen. Genau hier hilft der Fachhändler.

Die Preisspanne bei Kabeln ist riesig. Für ein Cinch-Kabel kann man zwischen 0,50€ und 12.000€ zahlen – für einen Meter(!). Ich halte das Meiste daran für totalen Blödsinn, allerdings hat mich diese Erkenntnis auch schon einige hundert Euro gekostet. Mittlerweile setze ich selbst eher solides Zeug ein (Kimber 8PR, Inakustik NF202 und diverse Kabel von MIT, diese Sachen sind in Relation zur 3000€-Anlage aber immer noch zu teuer.) Das Folgende ist also eher eine lockere Empfehlung:

4a. Lautsprecher-Kabel

  • Sommer Meridian oder Magellan
  • Kimber White Shadow
  • Kimber 4PR

4b. Cinch-Kabel

  •  Cordial CFU CC (Studio-Kabel, gibts bei Amazon in Längen ab 0,5 bis 10m, die sind richtig gut!)
  • Inakustik Premium II