Vielfalt aus den Niederlanden: „No. 9“ von Wende Snijders

von jazzlampe

2008 setzte Wende mit „Chante!“ einen Meilenstein, musikalisch wie klanglich. 2009 ging die damals 31-jährige Niederländerin von der hochspannenden, innovativen Interpretation bekannter Chansons weiter in Richtung künstlerischen Eigenständigkeit. Das Ergebnis, „No.9“ passt jetzt eher in die Singer-Songwriter-Schublade. Klanglich ausgewogen, inhaltlich vielschichtig und überaus spannend, dabei doch noch eingängig lässt diese Platte nur noch die Frage offen, warum diese Künsterin in Deutschland noch so unbekannt ist.
Die 12 Stücke sind formal eigenständig, intelligent instrumentiert, mit Elektronik und Streichern aufgepeppt und effektreich arrangiert. Die Dynamik der Aufnahme geriet dabei weniger radikal und explosiv als bei „Chante!“. insgesamt befindet sich „No.9“ auf dem Weg zwischen Interpretation (Chante!, 2008) und Konzeptalbum (Last resistance, 2013) im allerbesten Pop-Gefilde, und das ist hier wirklich anerkennend gemeint.

Unbedingt anhören!

Ach ja, die referenzierten Alben nicht vergessen. Vor allem über „Last Resistance“ wird noch zu schreiben sein – indes, die Platte ist so bedeutungsschwer, da gilt es für den Schreiber etwas mehr Vorarbeit zu leisten.

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